Reisen durchs Netz

Shopping-Tipps San Francisco für Bundestagsabgeordnete

18. August 2008 von Uwe

Welche Erfahrungen eine kleine Gruppe von Bundestagsabgeordneten auf einer Reise gemacht hat (oder besser: welche Erfahrungen andere mit der Gruppe machen mussten), kann man in einem charmanten Artikel mit dem Titel “Neger gesucht” bei Spiegel Online sehr nett nachvollziehen. Die Shopping-Tipps für San Francisco hätten die Damen und Herren bei TripsByTips einfacher (und unauffälliger) bekommen.

Weltraum hat mit Tischen und Stühle auf dem Spaziergang ausgestattet

19. December 2007 von Uwe

Bei unserer täglichen Arbeit laufen uns ab und an etwas eigenwillige Übersetzungen von Hotelseiten über den Weg. Ein echtes Highlight des “Hotel la Perla” möchten wir Euch nicht vorenthalten: “Das Hotel La Perla von Mimini, ist ein Hotel, hat gesetzt in einer ruhigen Zone, aber in zentraler Position bei nur 30 Meter von der Meer-Front. Das Hotel La Perla von Rimini hat von Semprini Familie, die eine Erfahrung prahlt, geleitet von darüber hinaus 20 Jahre, siegreiche auch mit dem 1° Preis “Gradisca 2001,” im 2002 und im 2003, außer: Besonderer Preis 2004!”. Mehr davon auf der Internetseite des Hotels.

Wie aus einer spontanen Idee ein Beitrag bei RTL Fernsehen wurde…

3. August 2007 von Uwe

Ende Mai ist bei uns um die Ecke ein Auto abgefackelt worden (Nichtberliner mögen sich wundern, Berliner kennen das schon aus der Presse, diese Form des “Protests” war insbesondere vor dem G8-Gipfel ziemlich modern). Ich bin zufällig auf dem Weg zum Mittagessen an dem Autowrack vorbeigelaufen, als es gerade geborgen wurde. Meine Digicam in der Hosentasche, habe ich ein paar Bilder geschossen und sie anschließend dem Team in Büro gezeigt. Die Heftigkeit dieser sinnlosen Zerstörung fanden alle schockierend. Gleichzeitig kam die Frage auf, wo das bisher noch passiert ist. Wenig später war die Idee geboren, unsere Google Maps Applikation, die wir ansonsten für die Darstellung von Reisezielen nutzen, kurzerhand zweckzuentfremden und auf die Schnelle eine Übersichtskarte der brennenden Autos zu bauen. Gesagt, getan, einen Tag später war die Seite Brennende-Autos.de online. Zuerst hat uns der Hauptstadtblog gecovert, dann ca. 60 weitere Blogs, schließlich kam das Thema in die Medien (Welt, FTD, Tagesspiegel…), vier Wochen später waren wir damit auf der Startseite von Spiegel Online (allein an diesem Tag kamen 7.000 Besucher auf die Seite). Gestern hat die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet, am Montag sind wir damit im Focus und heute morgen rief RTL Fernsehen an, ob man nicht einen Bericht dazu in unserem Büro drehen könne. Kann man, haben wir gesagt. Wer also im TV sehen will, wie unser Büro aussieht, sollte heute um 18.45 Uhr RTL Aktuell anschalten.

Videointerview bei Gruenderszene.de

16. July 2007 von Uwe

Direkt nach meiner Rückkehr aus den USA hat mich Jan von Gruenderszene.de passend zum Sommerwetter in einem Berliner Biergarten für ein Videointerview verhaftet, welches seit Freitag online zu sehen ist. Nebenbei erfuhr ich, dass Jan parallel zum Studium und seiner Arbeit für Gruenderszene.de eine Event-Agentur in Münster betreibt. Und das ist nun schon das zweite Mal, dass ich in letzter Zeit über Münster gestolpert bin: David Ernsting baut von Münster aus ein Netzwerk von Bewertungsportalen für verschiedene Themen (auch Reise) auf. Hat sich Münster plötzlich unbemerkt zum Nabel der Welt gemausert?

Kurz vor dem Launch: konzentrierte Spannung und externes Echo

18. May 2007 von Uwe

Noch fünf mal schlafen, dann ist es soweit: im Laufe des 23. Mai gehen wir mit Tripsbytips online. Bis heute Abend um 18 Uhr sollen alle Funktionen und Inhalte auf der Testumgebung stehen. Weil wir das nicht ganz schaffen werden, gibt es die eine oder andere Sonderschicht übers Wochenende, damit am Montag früh die Tests beginnen können. Die Stimmung im Team ist leicht nervös, sehr konzentriert aber trotz des Zeitdrucks ziemlich gut. Fast jede Stunde wird eine neue Funktion in die Testumgebung integriert, es ist ein bisschen wie Weihnachtsbescherung in Raten.

Auch außerhalb unseres kleinen Büros hat man bemerkt, dass wir in den Startlöchern stehen: die Blogosphere hat in den letzten Wochen vermehrt über Tripsbytips berichtet, zum Beispiel easn.de, deutsche-startups.de oder Kapitalismus.de. Jetzt muss am Mittwoch nur noch alles gut gehen.

Handwerk: wie man aus guten Ideen auch gute Produkte macht

9. May 2007 von Uwe

Ein weiterer Gastbeitrag von mir ist im best-practice-Blog erschienen. Ihr lest den ersten Teil wieder dort. Der zweite folgt an dieser Stelle.

Handwerk: wie man aus guten Ideen auch gute Produkte macht (zweiter Teil)

Fokusgruppen befragen
Bevor es an die Spezifikation geht, macht es Sinn, seine potentielle Zielgruppe zu befragen. Welche vergleichbaren Produkte setzen sie ein? Welchen Nutzen schätzen sie am höchsten ein? Auf was könnten sie am ehesten verzichten? Wie schätzen sie Deine neue Idee konkret ein? Die Fokusgruppen können Freunde von Freunden sein (direkte Freunde sind nicht ehrlich genug) oder über Anzeigen in lokalen Magazinen günstig angeworben sein.

Sauber spezifizieren
Nun muss die Idee sauber spezifiziert werden. Wer darin Übung hat, kann sich an Lasten- und Pflichtenhefte. Wer sich diese Arbeit nicht geben will, spezifiziert in Power Point. Kleine Tools (wie zum Beispiel Capture Express, ein sehr effizientes Screenshottool) helfen, Ideen schnell zu dokumentieren. Spezifikationen dokumentieren die gewünschten Funktionen und erleichtern den Softwareentwicklern die Arbeit.

Zeit- & Budgetplan, Priorisierung
Spätestens jetzt sollte im Detail budgetiert werden. Welches Produktfeature kostet wie viel Geld in der Umsetzung? Welchen Nutzen wird er später beitragen? Welchen Erlös wird er generieren? Zudem muss die Frage beantwortet werden, in welcher Zeit welche Funktion realisiert werden soll. Denkt an die Fokusgruppenanalyse und streicht am Anfang alles nicht wirklich essentiell Notwendige weg. Time to market ist alles, besser werden kann man im Lauf der Zeit immer noch.

Umsetzung
Nun geht es endlich los, ihr startet mit der Umsetzung. Achtet auf eng getaktete Zeitpläne (also Tages- oder Wochenziele festlegen) und deren genaue Kontrolle sowie klare Verantwortlichkeiten im Team. Ab der Umsetzung sollten die Spezifikationen für die wesentlichen Funktionen eingefroren werden. Kleine Änderungen, die wesentliche Verbesserungen bringen, sind OK. Alles andere sollte für die Version 1.1 gesammelt werden und erst nach dem Launch in die Umsetzung kommen.

Usability Lab
Bevor ihr mit Eurer Applikation online geht, solltet ihr ein Usability Lab durchführen. Dabei müssen potentielle User bestimmte Aufgaben erledigen und Kommentieren, wie es ihnen dabei ergeht. Wenn man es perfekt macht, werden sowohl die Userkommentare als auch der Klickweg per Video aufgezeichnet. Ein Usability Lab ist ein hervorragendes Mittel, um Unsauberkeiten im Konzept oder der Anwendung noch vor dem Launch auszubügeln. Wer sich das Geld für professionelle Agenturen sparen will, kann es auch intern machen. Wichtig sind unbeeinflusste Probanden, ein klares Aufgabendesign und eine ehrliche Auswertung der Ergebnisse.

Am Ende nochmals eine kleine Zusammenfassung:
1. Verliert nie den Wettbewerb aus den Augen (Benchmarking)
2. Fragt Eure Zielgruppe, was sie gut findet (Fokusgruppen)
3. Plant die Umsetzung detailliert (Spezifikationen)
4. Habt Eure Kosten im Griff (Budgetplan)
5. Setzt die Wichtigsten Themen zuerst um (Priorsierung)
6. Definiert Tages- und Wochenziele (Projektmanagement)
7. Schiebt während der Umsetzung keine neuen Themen zwischen (Freeze)
8. Prüft Eure Applikation vor dem Livegang mit Testusern (Usability Lab)

Viel Erfolg!

Strategiemeetings: warum einmal pro Jahr eine Auszeit Sinn macht

7. May 2007 von Uwe

In dieser Woche bin ich Gastblogger bei best-practice-business und werde im best-practice-Blog einige Gastartikel zum Thema Strategie und Unternehmensführung veröffentlichen. Meinen ersten Artikel habe ich bereits verfasst. Den ersten Teil lest ihr bei best-practice, der zweite Teil folgt an dieser Stelle.

Strategiemeetings: warum einmal pro Jahr eine Auszeit Sinn macht (zweiter Teil)

Nach einem Mittagessen (das ist spätestens jetzt notwendig) und einem gemeinsamen Spaziergang beginnt ihr den zweiten Teil. Analysiert gemeinsam die SWOT-Analyse und sucht diejenigen Stärken, die Euch ausmachen und die Euch zugleich den größten Wettbewerbsvorteil versprechen. Danach analysiert ihr die Chancen des Marktes und versucht, die beiden Ergebnisse zu kombinieren. Wichtig ist hierbei, nicht auf den aktuellen Status zu sehen sondern auch unkonventionelle Ergebnisse zuzulassen. Am Ende dieses Blocks steht wieder die Priorisierung. Nach einer kleinen Kaffeepause folgt die punktierte Formulierung dessen, was ihr erarbeitet habt. Versucht das, was als mögliche Strategie im Raum schwebt, in einem Satz zu formulieren (ein Mission Statement). Das kann wieder in Gruppenarbeit erfolgen oder gemeinsam in der Gruppe. Gegen Ende des Workshops müsst ihr die nächsten Schritte planen, um den Geist des Workshops wieder zurück in Euer operatives Geschäft zu tragen. Wenn ihr Ziele formulieren konntet, die alle Beteiligten teilen, könnt ihr Umsetzungsaufgaben auf Arbeitsgruppen verteilen. Sollten die Ziele noch nicht klar sein, könnt ihr Zahlen, Analysen, Wettbewerbsbeobachtungen etc. aufbereiten lassen, um die Zielfindung fortzusetzen.

Aus meiner Erfahrung resultieren aus einem Strategieworkshop mehrere Vorteile:
1. Oftmals verstecktes Know How oder nicht geäußerte Ideen des Teams werden offensichtlich.
2. Die Workshopatmosphäre fördert kreative Lösungsansätze
3. Das Team versteht besser, welche Bedeutung Strategie hat.
4. Das Team hat die Möglichkeit, die Strategie zu beeinflussen.
5. Die Beteiligten finden durch die Auszeit ausreichend Zeit und Ruhe, um über das wichtige Thema Strategie nachzudenken.
6. Die Ergebnisse sind eine wertvolle Basis für die anschließende Strategiedefinition durch die Geschäftsführung.
7. Die Ergebnisse helfen im Tagesgeschäft, operative Entscheidungen schneller zu treffen.

Trotz aller Vorteile gibt es aber auch einige „Gefahren“, deren man sich vor der Ausrichtung des Workshops bewusst sein muss. Die wichtigsten sind das Abgleiten in operative Themen, das endlose Diskutieren einzelner Themen, das Verwechseln von Strategieworkshop mit Marketingworkshop, die Übermacht des Managements bei der Meinungsfindung und eine unkonzentrierte Atmosphäre. Ein externer Berater kann als Moderator fungieren und darauf achten, dass der Workshop nicht abgleitet.